Webdesign

World Wide Web

Andreas Blomenhofer

Was ist valides Webdesign?

Valides Webdesign bedeutet eine Webseite technisch nach genormten Regeln zu erstellen.

Seit der Entstehung des Internets pflegt das W3C (World Wide Web Consortium) eine technische Gesetzesvorgabe für Webstandards.

Sinn dieser Standards sind es, eine einheitliche Form der Webseitenerstellung einzuhalten, um die Kompatibilität des Sprachstandards für Webseiten und die Kommunikationsschnittstelle zwischen Webseite und Webbrowser zu stabilisieren.

Wenn zum Beispiel als Vergleich jeder Autohersteller für ein Fahrzeug einen anderen Kraftstoff voraussetzt, wieviel Arten von Tankmitteln würde es auf Tankstellen geben? Deswegen wurde ein Standard eingeführt, an denen sich die Autoindustrien halten müssen.

Auch so ist es bei den Anbietern für Webbrowser, die einen Standard verfolgen.

Nur Webseiten ohne Validationsfehler sind stark

Leider wird oft unterschätzt, wie wichtig es ist eine fehlerfreie Webseite zu haben. Hier einige Gründe:

Browserkompatibilität
Wie schon im oberen Text geschrieben verfolgen die Browseranbieter einen Sprachstandard für Webseiten. Auch wenn man seine Webseite selbst erstellt hat und im eigenen Browser trotz Validationsfehler im HTML-Script fehlerfrei dargestellt bekommt, heißt es noch lange nicht, dass diese auch bei anderen Webbrowsern und auch auf anderen Systemen richtig interpretiert wird.

Trotz der Tatsache dass sich Webbrowser an einen Standard halten, hat jeder dennoch seine Eigenheiten. Deshalb ist es wichtig sein HTML- und CSS-Script valide zu erstellen um eine fehlerhafte Darstellung einer Webseite zu unterbinden.

Valider Code verlängert die Lebensdauer einer Webseite
Damit gewährleistet werden kann, dass eine Webseite auch in der Zukunft problemlos funktioniert ist es sehr von Bedeutung, dass eine Webseite eine fehlerfreie Validation besitzt.

Auch das W3C mistet nach langen Jahren veraltete Sprachelemente aus, wobei man aber bei einer Validationsprüfung darauf hingewiesen wird.

Wenn eine Webseite veraltete Elemente besitzt, sollten diese durch aktuell, gültige ersetzt werden. Im Laufe der Zeit werden demnach auch die Webbrowser die gestorbenen Elemente nicht mehr unterstützen und somit wird eine Webseite mit fehlerhafter Validation und alten Code folglich fehlerhaft dargestellt.

Eine Webseite auf Validation prüfen
Es gibt mehrere Webseiten, wo man seine Webseite auf HTML- und CSS-Fehler checken kann.

Hier habe ich einige aufgezählt:

Ist ein Validationsfehler erlaubt?
Meine Meinung lautet schlicht und konsequent – NEIN! Grund ist, dass ein Webseitencode eine fixierter Strukturbaum ist, der wie Kettenglieder zusammengesetzt ist. Unterbricht man diese Kette mit einem fehlerhaften Glied, wird dadurch die ganze Reihenfolge beeinflusst.

Beeinflussen HTML-Fehler meine Webseite bei den Suchmaschinen?
Ja, denn wie bei Webbrowser halten sich auch die Suchmaschinen an den Webseitenstandard. Man kann sich es so vorstellen, dass ein Webseitencode die Augen für die Suchmaschinen sind. Der HTML-Code einer Webseite sagt einer Suchmaschine, wie der Webseiteninhalt zu verstehen ist.

Deshalb ist es wichtig, dass Webseiten und Suchmaschinen die gleiche Sprache sprechen. Eine fehlerfreie Validation macht dies möglich.

9 Antworten zu “Was ist valides Webdesign?”

  1. […] Blogbeitrag gibt es unter diesem Link: Was ist valides Webdesign? auf den ich durch einen Beitrag im Seitenreport-Forum über den Beitrag Wie funktioniert ein […]

  2. grundsätzlich hast du recht! valide webseiten sind das ziel! allerdings kann es ab und zu schonmal vorkommen, dass sich ein fehler einschleicht und dann geht die welt auch nicht unter.

    wenn ich strict coden möchte und der kunde es wünscht, das sich ein ausgehender link in einem neuen tab / fenster öffnet, dann muss ich _blank einsetzen und das ist laut w3c nicht valide…

    ja mit javascript kann man es umgehen aber das ist ja dann auch wieder schlecht für suchmaschinenoptimierung, weil somit das verhältnis code – content sich verändert und wieder ein neuer request für das js stattfindet

    lg

  3. Webdesign admin sagt:

    Hallo „Webdesign aus Unterfranken“,

    danke für dein Kommentar. Deine Meinung hat mich neugierig gemacht und selbst eine Umfrage bei http://www.seitenreport.de gestartet. Ich persönlich bin für konsequente, valide Entwicklung „ohne Fehler“ nach W3C-Norm.

    Ich verwende in meinen Links bei Bedarf immer rel=“external“ anstatt target=“_blank“ im Anker-TagPaar.
    Ist zwar ein Request zur JavaScript-Datei aber negative Erfahrungen bezüglich SEO habe ich in diesem Fall noch nicht gemacht.

    Eine Umfrage an weiteren erfahrenen Leuten bei Seitenreport.de hat dieses Ergebnis gebracht:

    http://www.seitenreport.de/forum/beitraege/google/javascript_vs_blank_seo_unfreundlich/seite/1.html#pid21043

    Gruß,

    Andreas

  4. Webdesign GMMTS sagt:

    Hey,

    schöner Artikel, dem ich nur zustimmen kann. Nichts geht über ein sauberen Quelltext. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ein sauberer Quelltext die Performance verbessert. Vor allem bei größeren Projekten spürt man dies.

    Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, einen perfekten Quelltext zu schreiben.

    Gruß,

    André

  5. Ich möchte gerne noch folgende Denkansätze hinzufügen:

    1) Valider Code ist barrierefrei(er): Eine nicht zu unterschätzende Menge an Usern benötigt Hilfsmittel um auf Webseiten zuzugreifen, z.B. Blinde benutzten ScreenReader. Auch wenn gängige Browser unsauberen Code noch verzeihen mögen, haben solche Hilfsmittel unter Umständen Probleme mit invalidem Code.
    2) Valider Code ist leichter zu warten. Abundzu darf ein Webdesigner die Arbeit eines anderen fortführen. Damit sich der neue leichter reindenken kann, ist Validität sinnvoll.
    3) Baukastensysteme und die meisten Editoren, mit denen man eine Webseite zusammenschieben kann, schaffen es leider nicht, validen Code zu erzeugen. Webdesigner mit Blick für das „große Ganze“ bevorzugen Programmierung per Hand, auch wenn es erstmal aufwendiger ist.

    Gruss,
    El Golfo

  6. Webdesign Stefan sagt:

    Dieses Thema ist sehr wichtig. Leider kommt es auch immer wieder vor das ich mich mit Webseiten auseinander setzen muss die gleich haufenweise Fehler haben. Nicht immer gelingt es dann den Betreiber der Webseite davon zu überzeugen das diese Fehler erst einmal beseitigt werden müssen bevor man mit dem Linkbuilding beginnt. Besonders wenn man verschiedene Webdesigner an einer Webseite arbeiten lässt ist es wesentlich einfacher wenn sich jeder an diese Vorgaben hält. So kann man sich viel schneller einarbeiten. Meiner Erfahrung nach haben die Internetseiten die viele Fehler in der Programmierung haben kaum eine Chance auf gute Rankingpositionen in den Suchergebnissen.

  7. Ich fraeg mich wie es explizit um die recht wichtigen aber eben nicht validen neuen facebook tags FBML steht: Verzichtet man besser auf diese und produziert invaliden Code oder lebt man damit, dass gerade auf Blogs Facebook die Seiten falsch indiziert / weniger Features bietet?

  8. Für die Menschen hat valides HTML keine große Auswirkung. es kann ja auch sein, dass trotz HTML-Fehler die Seite in allen Browsern gleich (gut) dargestellt wird.

    Für die Suchmaschinen ist es ganz anders. Unsere Webagentur hat schon viele Beispiele von fehlerhaften Seiten gesehen, die ganz oben von Google eingestuft worden sind. Anscheinend haben bei diesen Websites ganz andere Faktoren am stärksten ausgewirkt. Vielmehr bedeutend für die Suchmaschinen ist, dass HTML RICHTIG genutzt wird, um dem Dokument eine richtige Struktur zu verpassen – H1-H6 Tags, Paragraphen, Auflistungen usw.

    Wir checken HTML Validität (und wir machen es immer) erst wenn alle anderen Probleme behoben sind.

  9. Webdesign Ewgenia sagt:

    Hallo!

    Grundsätzlich stimme ich Dir zu: valides Webdesign ist wichtig und nachhaltig. Allerdings sehe ich es nicht ganz so streng. Arbeitet man für einen Kunden sollte man dessen wünsche natürlich zu möglichst 100% erfüllen. Und es gibt eben auch Kunden, die „außergewöhnliche “ Dinge wünschen, die nur mit HTML und CSS nicht oder nicht hinzureichend zu bewerkstelligen sind. Ich finde es bspw. okay browserspezifische Hacks einzubauen, die für eine einwandfreie Darstellung in jedem Browser sorgen. Diese sind natürlich nicht valide. Aber deswegen sind sie nicht unbedingt falsch. Vielmehr versuche ich mich am Stichwort „Barrierefreiheit im Netz“ zu orientieren. Bilder als Navigation oder darüber hinaus sogar als Contentträger finde ich fast schon verantwortungslos. Dagegen ist so ein bisschen invalides Webdesign noch vertretbar.

    Gruß

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